ERH-Jugendfeuerwehr-Zeltlager 2009 – D’runt in Vestnbergsgreith

Nachdem sich unsere Teilnehmerzahl kurzfristig dann doch noch auf 11 Teilnehmer reduziert hatte, brachen wir am 25. Juli gut gelaunt und ausgerüstet gegen 15.45 Uhr gen Vestenberggreuth auf. Trotz versuchter blinktechnischer Ablenkungsmanöver seitens des Jugendwarts trafen wir dort auch alle nach etwa einer Stunde Fahrt ein. Nach dem obligatorischen „schnellen“ Aufbau unserer Zelte und des Pavillons stellten wir fest, dass für kommende Jahre angedacht werden sollte, eine Grillnutzungsgebühr für Fremdwehren einzuführen, da eine Nachbarwehr (Name ist dem Jugendwart bekannt) leider selbigen nicht mitgenommen hatte.

Gestärkt aufgrund der guten Nahrungsausrüstung sowie Cappucino-Eindeckung (Danke den beiden Stefans) konnten unsere Jungs bestens gerüstet an der ERH-JFW-Version von „Wer-wird-Millionär“ teilnehmen. Dass sie gut drauf waren, zeigten sie durch einen fulminanten Durchmarsch bis ins Finale, wo sie jedoch der JFW Forth nur hauchdünn unterlagen. Obwohl es stark nach Schiebung roch, wies dies der Verantwortliche zurück und unsere Jungs feierten ihren 2. Platz….- leider ohne Pokal, denn für diese Weltklasseleistung war ein solcher nicht vorgesehen.

Mit gemischten Gefühlen zog man sich anschließend in die Zelte zurück und schlief sobald ein. Und obwohl ein gewisses Zelt nicht schalldicht isoliert wurde, konnten doch alle am darauffolgenden Morgen von einer angenehmen Nachtruhe sprechen. Skizzen, wie die Zelte für ein solches Erlebnis zu stellen sind, können beim Jugendwart angefragt werden…

Am Morgen gingen wir nach dem allüblichen Frühstück bestens gelaunt nicht zur Teefabrik, sondern zur Sommerrodelbahn. Die war kurz. Sehr kurz! Zu kurz!!! Aber Brander sind ja nicht auf den Kopf gefallen, daher entschieden wir uns für einen Trip ins Maislabyrinth auf der gegenüberliegenden Strasse. Dies versprach sehr spannend zu werden. Nachdem aber auch diese Exkursion nicht den erwarteten Langzeiteffekt brachte, entschieden sich die Jungs neueintreffende Wehren im Labyrinth gebührend zu empfangen. Tags darauf war in der lokalen Zeitung zu lesen, dass ein Bauer in der Nähe von einem kolbenartigen Objekt am Kopf getroffen wurde. Obwohl wir in der Nähe waren, konnten wir keine verdächtige Beobachtung in dieser Hinsicht machen. Mittags wurden wir wieder von der Bordküche des Katastrophenschutzes verwöhnt. Zum Thema Schinkennudeln wird hierzu aber keinerlei Stellung abgegeben. ­čśÄ Nachmittags stand dann noch der Geländelauf an, der im Vergleich zum letzten Jahr ein Spaziergang war und in Rekordzeit absolviert wurde. Sogar eine Überrundung konnten wir durchführen! Entweder, es lag an der Kraft, die wir für diese Leistung lassen mussten, oder an den gebratenen Weisswürsten, die es zum Abendessen gab, dass unsere Volleyballmannschaft trotz bester Ausrüstung (wir waren die einzigen, die neben einem Coach auch noch einen Doc, eine Masseurin, einen Wasserträger und eine Fotografin hatten) gleich unser erstes und damit einziges Spiel im Turnier verloren. Auch wenn unser Gegner im weiteren Verlauf sich als überlegener Sieger des Turnieres herausstellte. Fronhof, wir warten noch immer auf das versprochene Teil. /*Wou is der Deggl???*/ Naja, aber egal. So gingen die Brander halt wieder dem eigentlichen Highlight des Zeltlagers nach, welches von keiner anderen Wehr in solcher Perfektion durch- und vorgeführt wurde und im Laufe des Lagers Unmengen an Zuschauern anlockte. Vielleicht sogar mehr als das Volleyballturnier selbst… Die Rede ist vom „Volley-Kirschen-Pflücken“. Gerüchten zufolge, wird dieses Spiel aber so schnell kein Turnier in einem Zeltlager werden, da ernstzunehmende Gegner erst noch geboren werden müssten. Selbst die Satelliten im Weltraum rückten ein Stück zur Seite, um nicht von entgegenkommenden Lederbällen erschlagen zu werden. Ausgepumpt von derlei Anstrengungen wurde auch in der zweiten Nacht eine angenehme Nachtruhe zelebriert. Lediglich Teilnehmer der nichtgrillbestückten Nachbarwehr meinten, auch in dieser Nacht keine solche nötig zu haben. Okay, so sahen sie dementsprechend auch am nächsten Morgen aus. Selbst Make-Up half da nicht mehr…

Der Sonntagmorgen stand nach dem Frühstück ganz im Zeichen der Feuerwehr-Olympiade. Auch hier schlugen sich alle wacker. Teilweise halfen unsere Jungs sogar einer schlafgeschädigten Nachbarwehr aus. Zu einem Podestplatz hat es in diesem Jahr aber auch hier leider nicht gereicht. Abgeschlossen wurde der Sonntag durch ein Schaschlik aus der bekannten Küche und der Siegerehrung, bevor wir mit taktischer Raffinesse ungehindert den Heimweg antreten konnten.

Danke an dieser Stelle an Marcus Meier und sein Organisationsteam. Es war ein klasse Zeltlager!